Sabine Lisa Maisenhälder

Sabine Lisa Maisenhälder

Die Fotografie und ich.

Nach kurzen, ehr mädchenhaften Ideen Detektivin, Journalistin, später dann Bildjournalistin zu werden, stand mein Berufswunsch mit 14 Jahren fest: Ich will Fotografin werden.

Bis heute bin ich neugierig geblieben auf die Menschen die vor meine Kamera treten, den Fassettenreichtum, die immer neue Mischung aus Persönlichkeit, Stil und Ausdruck. In meiner Fotografie möchte ich eine Beziehung aufbauen, in der derjenige, der von mir portraitiert wird authentisch, er selbst ist.

An der Fotografie selbst fasziniert mich die Möglichkeit, die Zeit „anzuhalten“, eine Erinnerungen zu schaffen und den Augenblick dauerhaft einzufangen.

Beides führte mich zu meinem Steckenpferd, der Portraitfotografie. Diese Spezialisierung stand wohl nach dem 1. Tag meines Praktikums fest - da assistierte ich meinem späteren Ausbilder bei Produktaufnahmen. Für mich eine schrecklich langweilige Arbeit, ohne Interaktion, da sprach ja Niemand mit mir.

Ein Portrait, besonders wenn man von anderen Fotografiert wird, hat viel mit Vertrauen zu tun. Sehr viele Mensch, der sich vor eine Kamera begeben, sind anfänglich nervös, haben vielleicht Gedanken wie: Was passiert da jetzt mit mir? Wie sehe ich aus? Hoffentlich erschrecke ich mich nicht, wenn ich das Bild sehe...

Die Angst „alt auszusehen“ spielt oft mit hinein – übrigens recht egal ob Mann oder Frau. Ich möchte diese Ängste nehmen. Ich bin überzeugt – jeder kann ein persönliches Bild – ein Bild in dem er sich wiederfindet – von sich bekommen.

Einige Eckdaten zu meiner Person:

Ich bin am 24. März 1970 in Castrop-Rauxel geboren und  dort aufgewachsen. Nach Ausbildung und Gesellenjahren im Fotografenhandwerk habe ich 1996 die APH (Akademie für Photographie) in Hamburg besucht und dort meine Meisterprüfung abgelegt. Eine sehr prägende und spannende Zeit, ganz im Fokus der Fotografie, die ich nicht missen möchte.

1998 habe ich mich dann zusammen mit meinem fotografischen Weggefährten Olaf Schwickerath mit unserem Studio für Fotografie – Lichtschacht – in Essen selbstständig gemacht. Seit 2008 bin ich Mutter eines Sohnes. Außerhalb der Fotografie bin ich in den letzten Jahren immer mehr zum Familienmenschen geworden. Vielleicht fotografiere ich deshalb ja so gern Familien?? Zudem liebe ich die Sonne, lange Tage, schwimmen unter freiem Himmel, Camping, Yoga, Pilates, gute Bücher und Rotwein.

Mein persönlicher Wunsch für die Zukunft?

Die Wertschätzung des einzelnen Bildes zu erhalten. Die Besonderheit des Moments, eingefangen durch die digitale Fotografie, mit der (be)greifbarkeit des Fine–Art–Print zur Perfektion zu verbinden. Damit die Schönheit der Fotografie nicht durch die Alltäglichkeit der Bilderfluten, die unbeachtet als Datei irgendwo auf irgendeinem Rechner enden, vielleicht irgendwann verloren geht. Dafür kämpfe ich.